Leitfaden - Spuren exportieren / vorbereiten

In diesem Leitfaden erklären wir dir, wie du deine Spuren am besten vorbereiten, organisieren und exportieren kannst, um uns die Arbeit mit deinen Spuren so weit wie möglich zu vereinfachen.

Vorbereitung der Spuren

Der wichtigste Schritt ist hier wirklich deine Vorbereitung der Spuren. 
Benenne alle Spuren Aussagekräftig, aber möglichst kurz. 

Beispielsweise die einzelnen Spuren für ein Drumkit.

Gutes Beispiel:

  1. Kick In
  2. Kick Out
  3. Snare Top
  4. Snare Bottom
  5. OH LR
  6. Room LR
  7. Tom 1
  8. Tom 2
  9. Floortom

Schlechtes Beispiel:

  1. Drums 1
  2. Drums 2
  3. Drums 3
  4. Drums 4
  5. Tom Aufgenommen mit einem Shure SM57
  6. usw.

Räume alle Spuren vor dem Export auf

Das heißt, entferne vor dem Export alle Nebengeräusche, welche z.b. zwischen zwei Gesangsparts bei der Aufnahme entstanden sind oder Rauschen bei der Aufnahme eines Gitarrenverstärkers. 

Je besser du deine Spuren im Vorweld bereits bereinigst, desto schneller können wir deinen Song abmischen.

Wenn du dir nicht sicher bist, was du ohne Verlust raus schneiden kannst, dann überlass uns das aufräumen der Spuren

Fasse Stereo Signale in Stereospuren zusammen

Um Spuren zu sparen kannst du Stereo Signale, wie z.b. Overheads oder Raummikrofonie von Drums oder Keyboardspuren als fertige Stereo Spuren exportieren. 
Im konkreten Beispiel macht das aus 6 Mono Spuren (Overhead L+R, Raum L+R, Keyboard L+R) nur noch 3 Stereo Spuren.

Schneide unterschiedliche Parts des gleichen Instruments auf wenige Spuren, falls möglich.

Nehmen wir als Beispiel einmal einen Song, bei welchem die Akustik-Gitarre in mehreren Parts aufgenommen wurde. Du hast vielleicht zwei unterschiedliche Spuren für Strophe, Chorus und Bridge. 
Falls möglich, dann schneide und exportiere diese auf einer einzelnen Spur.

Das macht allerdings nur Sinn, wenn es sich hier um die selbe Gitarre handelt, und diese auch überall mit einem ähnlichem Klangbild aufgenommen wurde.

Wenn die Gitarre beispielsweise in der Strophe einen leisen, gezupften Part hat und dann in ein voll angeschlagenes Strumming im Chorus wechselt, dann exportiere diese beiden unterschiedlichen Spielweisen am besten einzeln.

Export der Spuren - Audioformat, Länge und "Readme" Datei

Wichtig ist, alle Spuren mit dem selben Startpunkt zu exportieren.

Am besten nutzt du dafür die „Stems exportieren“ Funktion deiner DAW.
Weiter unten folgen für gängige DAWs kurze Erklärvideos zu dem Thema.

Exportiere deine Spuren in dem Format und der Auflösung, mit welcher du aufgenommen hast, aber mindestens in 44100 und 16 bit. Wähle außerdem ein verlustfreies Format wie WAV oder AIFF. MP3 ist keine gute Wahl.

Zu guter letzt hilft uns eine „Readme“ Datei sehr. 
Hier kannst du Details zur Aufnahme und zu deinem Song geben:
Welches Tempo hat der Song? Wenn das Tempo variabel ist, an welchen Stellen ändert sich das Tempo? 
Wie ist die Tonart des Songs? 
Mit welchen Mikrofonen hast du Aufgenommen?

Links zu Referenz-Songs um deine Vorstellung besser zu treffen.

All das kann uns eine große Hilfe sein, das beste aus deinem Song heraus zu holen.

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